(030) 832 256 87    info@vba-automobiletradition.de

VBA Archiv

In Ermangelung eines permanenten Co-Driver für diese Saison schwang ich mich nach DREIUNDVIERZIG (!) Jahren Unterbrechung mal wieder auf den Hocker, während mein Freund Hanne Gerth am Quirl meines Volvo 240 Platz nahm. Wir hatten vorher ein wenig trainiert...

Ich marschierte zur Papierabnahme und was wäre mein Leben ohne Stress: Mir wurde bedeutet, ich hätte kein Nenngeld bezahlt. Hatte ich aber. Gut, nachdem ich versprochen hatte, den Nachweis nachzureichen, bekam ich meine Unterlagen. Ab in die Pizzeria und los ging es mit der Arbeit, wo denn nun die ganzen Fallen lauern würden. Schnell fiel mir auf, dass ich ein verkehrtes Bordbuch in der Hand hielt, da ich Rookies genannt hatte und mir die schwierigere Version für Touring ausgehändigt worden war. Also zurück zur Abnahme. Der Hausverwalter war indes mit den Bordbüchern verschwunden und musste mühselig gesucht werden, bis ich die passenden Fahrtunterlagen bekam und so wertvolle Zeit für das Durchforsten verloren gegangen war. Da Rookies erst am Samstag starten würden, hatte ich einigermassen Zeit, die Skizzen und Kartenausschnitte zu studieren und mich sonst ordentlich vorzubereiten. Samstag morgen wurde es in strömenden Regen Ernst. Eine Orientierungsprüfung jagte die nächste, zwischendurch immer wieder Sollzeit- und Gleichmässigkeitsprüfungen. Transportetappen gab es also kaum. Die Zeiten waren recht zackig, und durch diverse Navigationsprobleme brach ich mehrmals ab, um nicht die Karenz zu überschreiten. So blieben dann am Mittag im Fischhus Zarrentin nur wenige Minuten, vier Zanderfilets zu verputzen und dann folgte der Starkregen. So heftig, dass es durch das geschlossene Schiebedach regnete und die DK/SK Stempel verschwammen. Die Stimmung an Bord war gespannt, weil ich Hanne durch die Gegend hetzte, er um seinen Führerschein fürchtete und dann auch noch den Schaltknopf des Volvo abriss. Die etwa 250 km wollten kein Ende nehmen. Fazit: Platz 8 von 15 bei den Rookies, wobei die leichte Aufgabenstellung nicht wirklich leicht war. Zufrieden ging es zum Hotel nach Glinde, wo uns die ganze Nacht hindurch Disco-Musik den Schlaf raubte, ich mich mit dem arabischen Concierge beinahe auf eine Prügelei einliess und wir Sonntag früh mit kaum geniessbaren Frühstück im Bauch den Weg in die Heimat ansteuerten.

Schotter

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.