Historie

Anlässlich Eberhard Waldau‘s 70. Geburtstags im Oktober 2006 kamen auf Einladung ca. 60 Leute zum Tempelhofer Damm 2.

Darunter viele ehemalige Mitglieder der einstigen V.B.A. An diesem Abend entstand die Idee, in Erinnerung an die Gründung der NSU- Fahrergemeinschaft vom 8. Februar 1968 eine 40 Jahre-Jubiläumsgedenkfeier zu veranstalten. Hierzu wurden von Eberhard ca. 100 Leute im Dezember 2007 für den 9. Februar 2008 über den ADAC eingeladen.

gruendung bannerCa. 70 bis 80 Personen –genau ließ sich das im Nachhinein nicht mehr sagen- folgten dieser Einladung. Die Gaststätte von Klaus Herig platzte fast aus allen Nähten. Das Wiedersehen mit den alten Weggefährten aus früheren Renntagen war ein unerwartetes und unvergessenes Erlebnis für fast alle Anwesenden. Für einige festigte sich hierbei der Gedanke, diese „wiedergefundenen ehemaligen Kumpels“ nicht wieder aus den Augen zu verlieren. Zu einem weiteren Treffen –am 31.05.2008- wieder im Restaurant von Klaus Herig in der Steglitzer Schildhornstr. kamen dann nur noch 13 Ehemalige. Trotzdem, oder gerade deswegen wurde die Idee geboren, zwecks eventueller weiterer Treffen etwas offizieller zu werden bzw. eine Interessengemeinschaft zu gründen.

Eine Zusammenkunft in kleinerem Kreis am 09.06.2008 bei Klaus Herig führte schließlich zur Bildung eines Arbeitskreises, 1. Sitzung am 18.06. im Forsthaus Paulsborn. Teilnehmer: Eberhard Waldau, Jürgen Ortlepp, Peter Kleffel, Jürgen Puls, Christian Schwarz und Wolf Böttcher. In diesem Kreis wurde die Gründung einer IG verworfen, statt dessen einstimmig die Wiedergründung der alten VBA befürwortet. Vorausschauend wurde eine von Eberhard mitgebrachte mögliche Satzung überarbeitet. Der Arbeitskreis tagte das nächste Mal am 18.06. 2008 wieder im Forsthaus Paulsborn. Diesmal dabei: Rolf Janowsky, Eberhard Waldau, Jürgen Ortlepp, Christian Schwarz und Wolf Böttcher. Vorschläge, Beratungen und Diskussionen waren angesagt. Um Vorläufiges vorzustellen und bisher Erreichtes aus dem Arbeitskreis zu diskutieren, erfolgte eine weitere Zusammenkunft bei Klaus Herig am 04.06.

Am 15.08., wieder bei Klaus in der Schildhornstraße, wurde es dann schon konkreter. Die Arbeitsgruppe, nun mit Eberhard Waldau, Jürgen Puls, Peter Kleffel, Jürgen Ortlepp, Hannelore Wiltschinsky, Hans-Jürgen Schmidt und Wolf Böttcher besprach jetzt Einzelheiten der nötigen Satzung sowie die Vorbereitung der Gründungsversammlung. Am 27.08., im gleichen Kreis, gab es dann bereits die ersten Exemplare der angedachten und diskutierten sowie korrigierten Satzung für jeden, welche dann gemeinsam verabschiedet wurde. Diese war dann Anlass für einen von Eberhard organisierten Termin bei R.A. Wittkowski vom ADAC am 03.09.2008, bei dem von diesem vorgeschlagene Korrekturen der Satzung vorgenommen wurden. Am 10.09. erfolgte dann noch einmal bei Klaus eine Abschlusssitzung, bei der auch über die Besetzung der einzelnen Vorstand-Ressorts beraten wurde, d.h. wer sich für welches Amt zur Verfügung stellen würde. Da Wolf ja bereits einschlägige Erfahrungen als Vorsitzender in anderen Vereinen gesammelt hatte und zeitgleich auch Vorsitzender im Falkenseer Tennisclub ist, wurde er für diese Position von Peter Kleffel vorgeschlagen. Nach seiner Zustimmung hierfür und der Bereitschaft der anderen Gründungsmitglieder für ihre jeweiligen Positionen stand also fest, wie der Vorstand bis zur ersten richtigen Wahl aussehen würde:

1. Vorsitzender Wolf Böttcher
2. Vorsitzender Jürgen Ortlepp
Schatzmeister Hans-Jürgen Schmidt
Schriftführerin Hannelore Wiltschinsky
Beisitzer Peter Kleffel

Jürgen Puls verzichtete auf ein Amt und Eberhard Waldau ebenfalls. Dieser wies darauf hin, dass das wegen seiner Mitgliedschaft im Vorstand des ADAC Berlin-Brandenburg e.V. nicht ginge. Am 30.09. nahmen nach der Vermittlung von Eberhard, Jürgen und Wolf einen nochmaligen Termin beim Rechtsanwalt Wittkowski vom ADAC wahr. Hier wurden weitere, vom Rechtsanwalt vorgeschlagene und empfohlene Änderungen der kommenden Satzung besprochen. Per 19.09.2008 wurde dann von Eberhard Waldau zum ersten offiziellen Clubabend in den Ruderclub am Stößensee, Brandensteinweg 2, 13595 Berlin, eingeladen.

Beigefügt war für Interessierte ein Aufnahmeformular und eine gerade fertig gewordene Satzung, die dann aber später noch einmal gegen eine geänderte ausgetauscht werden musste. Ca. 30 Personen folgten der Einladung. Der erste Vorsitzende, Wolf Böttcher, erläuterte nach seiner Begrüßung die Idee der Wiedergründung der VBA und stellte dann den Vorstand vor. Jedes Vorstandsmitglied erhielt anschließend auch die Möglichkeit, sich zu äußern. Im Verlauf des Abends wurde viel über „alte“ Zeiten gesprochen und gefachsimpelt. Die Schriftführerin, Hannelore Wiltschinsky, gab dann den ersten Sportbericht ab. Sie war die Rallye Hamburg-Berlin (für Young- und Oldtimer) gefahren und hatte im Gesamtfeld von 150 Teilnehmern den 12. Platz belegt. Sie war es im Übrigen auch, die im Vorfeld die Idee zum Zusatz des heutigen Clubnamens hatte –Automobile Tradition-, daraus wurde letztlich dann „VBA – Automobile Tradition e.V.“.

Im Laufe des Abends ließen sich immer mehr von der Atmosphäre im Kreis der ehemaligen Weggefährten anstecken und unterschrieben spontan ihre Eintrittserklärung. Insgesamt stieg die Mitgliederzahl auf 21! Nach der geschilderten Neugründung der VBA hat sich diese bis zum Ende des Jahres 2015 stets weiter entwickelt. Die Zahl der Mitglieder nahm ständig zu - von der Gründungsveranstaltung mit 21 Mitgliedern, bis hin zu knapp 60 Mitgliedern im Jahre 2015. Das belegt das gewachsene Interesse der Berliner Motorsportfreunde am von uns vertretenen Old- und Youngtimersport. Hierzu haben nicht zuletzt auch unsere immer besser und interessanter gewordenen Rallyes entsprechend beigetragen. Unterschiedliche Ansichten und auch andere Disharmonien veranlassten jedoch zwischenzeitlich einige Mitglieder, aus unserem Club auszutreten. Wenn hierdurch die ursprüngliche Harmonie wieder hergestellt wird, ist der Tatbestand des " Gesundschrumpfens" positiv erfüllt. Dass auch zwei Gründungsmitglieder dem Verein den Rücken gekehrt haben, ist zwar bedauerlich, aber für das Fortbestehen der VBA nicht von existenzieller Bedeutung. Wir üben eben unseren Sport als Hobby und Freizeitgestaltung aus und in der kann jeder halt das machen, was er möchte - auch notfalls ohne die VBA! Herzlichen Dank an Wolf Böttcher, der die Fleißarbeit einer Niederschrift der Gründunggeschichte unseres Vereins durchgeführt hat!

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